Sprechen und Zuhören: Wie uns menschliche Nähe durch Krisen führt!
Der Klimawandel beschleunigt sich: Heuer fiel der Earth OverShoot Day in Österreich auf den 29. März – letztes Jahr war das noch der 7. April. Gleichzeitig nimmt die EU, Lockerungen in der Klima Regulatorik (#Omnibus) vor. Das alles macht Angst, verunsichert oder wirft zumindest Fragen auf. Und oftmals treffen dann unterschiedliche Meinungen aufeinander, was uns dann zu guter Letzt auch noch entzweit, statt vereint.
Darum haben wir uns entschieden, diesen Tag gemeinsam zu verbringen - zumindest 90 Minuten lang: moderiert von Claudine Nierth, Bundesvorstandssprecherin MEHR Demokratie - der Erfinderin von Sprechen und Zuhören!
“Jeden Tag so eine Runde, dann brauch ich nicht mehr um glücklich zu sein!”, Zitat eine:r Teilnehmer:in
Claudine Nierth: “Es geht um persönliche Geschichten, nicht um richtig oder falsch”
Sprechen und Zuhören ist ein Format, das Meinungsänderung zulässt: unsere politische Meinung zu ändern bedeutet nämlich Identitätsverlust, drum tun wir das so selten und drum prallen unsere immer weiter auseinander liegenden Positionen aufeinander. Und damit gefährden wir unser demokratisches Miteinander!
Sprechen und Zuhören ist ein Dialogformat, das uns menschlich näher rücken lässt. Und so läuft es ab:
Unterschiedliche Standpunkte, an einem (virtuellen) Tisch zu viert.
Jede:r spricht 4 Minuten über seine/ ihre Emotionen zB zu der Frage “Wie geht es Dir gerade mit der aktuellen Klimapolitik?” – die anderen lauschen, ohne Bewertung! 3 Runden lang.
Am Ende ein Austausch: was hat uns bewegt, was hat sich verändert? Im Innen wie im Außen.
Feedback einer Teilnehmerin: “90 wirklich wertvolle Minuten in meinem Leben! “
Was viele von den Teilnehmer:innen erfahren haben an diesem Abend, war ein Raum der Menschlichkeit. Ein Raum, der uns daran erinnert hat, wie wichtig es ist, über unsere Emotionen zu sprechen, um uns wieder geborgen fühlen in dieser turbulenten Zeit. Um im nächsten Schritt in unserem eigenen Umfeld gestaltend aktive zu werden!
Was wir hinter uns lassen konnten, waren Wut, Frustration und Angst. Wir konnten diese Emotionen zumindest in diesen 90 Minuten transformieren in positive Energie des Zusammenhalts. Nicht alleine zu sein mit der Klimaveränderung und ihren Folgen macht Mut.
Wir bedanken uns von Herzen bei allen Teilnehmer:innen, Claudine Nierth und Roman Huber (Mehr Demokratie) und bei unseren Supporter:innen, die diesen Abend möglich gemacht haben: die Zukunftsallianz, Sonnentor und oekostrom.
Als Ermutigung für alle, die nicht dabei sein konnten, hier ein paar Zitate:
"Es gibt immer kleine Schrauben, an denen wir drehen können."
"Ich werde meine Kinder fragen, ob ich ihnen genügend Respekt für ihren Einsatz zolle!"
"Ihr habt in mir Interesse geweckt, mich mehr mit Fakten auseinander zu setzen."
"Jedes 5. Wort von euch löst was bei mir aus."
“Das Klima darf keine neue Religion werden, für die wir Glaubenskriege führen!”
Das Finale: Embodied Attention mit Lukas
Lukas Teml, Embodied Attention
Als Abrundung des Erlebten führte uns Körpertherapeut Lukas Teml durch unseren Körper, um unsere Emotionen auch dort zu erkunden und die positiven, zuversichtlichen Emotionen mit in unseren Alltag zu nehmen.
Lasst uns im Dialog bleiben!
Angesichts der erlebten Kraft dieses Formats, werden wir derartige Dialog Räume auch weiterhin anbieten - Termine folgen unter https://empowerthisplanet.earth/events.